Ein Terrarium ist schnell gekauft und auch zum Einrichten findet sich im Fachhandel genug Material. Der Nachteil jedoch ist, dass alles sehr teuer ist und keineswegs individuell. Deshalb haben wir – diejenigen, die mich kennen, wissen, wer “wir” ist 😉 – uns ein Terrarium aus einer Vitrine gebaut und die Rückwand im ganz individuell und einmalig in einer Felsoptik gestaltet. Eine Fotodokumentation des Baus findet ihr auf der Seite “Vitrinenterrarium”. Die Bilder sind teilweise mit Erläuterungen und Kommentaren versehen – für alle, die genauer wissen wollen, wie wir das gemacht haben. Ich möchte hier nochmals die Schritte der Rückwandgestaltung in Stichpunkten aufführen:
  1. Zunächst haben wir die größeren Rückwandelemente (Pflanzenkübel, eine Höhle, ein Plateau und einen hängenden Teich) aus Hartschaumzeugs modelliert. Wie das Material genau heißt, kann ich leider nicht sagen. Styropor- oder Syrodurblöcke sollten sich jedoch auch eignen.
  2. Danach haben wir die Strukturelemente mit Larit L-135 eingepinselt (=wasserdicht versiegelt), vor allem die Innenseiten der Blumenkübel und den Teich
  3. Die Elemente sowie Schnipsel aus dem Hartschaumzeug haben wir dann mit Fliesenkleber auf die Rückwand geklebt und auch damit überzogen.
  4. Nachdem der Fliesenkleber trocken war, haben wir alles mit Dispersionsfarbe in einem hellen Grauton grundiert.
  5. Im nächsten Schritt wurden die Schatten mit einem recht dunklen Grau, fast schwarz, angelegt. Am besten ihr seht in der Fotodokumentation nach, was wir da gemacht haben.
  6. Danach haben wir alles mit einer dunkelgrauen Lasur überzogen. Beim Lasieren haben wir die Höhen mit einem Tuch wieder abgewischt, um einen Tiefeneffekt zu erhalten.
  7. Anschließend erlangten wir noch mehr Tiefe durch Hervorheben der erhöhten Stellen, indem wir diese mit einem sehr (!) hellen Grau betonten. Dazu nimmt man einen Pinsel mit Farbe und streicht diesen soweit aus, bis er fast trocken ist (Farbe reicht trotzdem!) und geht dann ans Material.
  8. Die Stellen, an denen wir an einer natürlichen Felswand Moos vermuteten, haben wir noch entsprechend coloriert.
  9. Das wars auch schon zur Rückwand. Die weitere Einrichtung besteht dann aus verschiedenen Pflanzen, Bambusrohren und -stäben, Lieanen, Wurzeln, Moos, etc. …
Falls ihr eure Terrariumrückwand auch selbst gestaltet habt (vielleicht sogar nach unserer Anleitung) würde ich mich über ein paar Fotos freuen – einfach einen Link zu den Fotos als Kommentar posten. Ansonsten freue ich mich auch über jeden netten Kommentar, den ihr mir zu diesem Artikel hinterlasst 🙂 Nachtrag: Ich habe eben noch eine Seite mit weiteren Anleitungen für Terrarienrückwände gefunden. Guckst du hier: http://www.oberbiermann.de/bartis/terrarienbau/index.php

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3 Comments

  • Bauportal

    Sehr interessanter Artikel, ich werd defenitiv oefter vorbei schauen! Gruss

  • guido

    finde die idee erst mal recht interessant und kreativ. finde auch, dass man terrarien in jedem falle selber bauen sollte. so kann man viel besser nach eigenen vorstellungen arbeiten und das terrarium dem tier und der umgebung anpassen.

  • ktb

    @guido Danke für dein Feedback. Interessante Seite rund um Zwerggeckos hast du da. VG

    Nachtrag zum Artikel: Mittlerweile haben wir das Vitrinenterrarium vergrößert, da es neue Bewohner bekommen hat. Im Prinzip haben wir nur die Rückwand und die Türen der Vitrine behalten und den Rest durch neue Seitenwände, eine neue Bodenplatte und eine neue Deckenkonstruktion (in der jetzt die ganze Technik verbaut ist) ersetzt.